Das Internet vor 15 Jahren – ein kleiner Blick in die Vergangenheit

Ein 15 Jahre altes Auto wäre noch nicht mal ein Newtimer. Das um die Jahrtausendwende entwickelte Windows XP findet sich noch auf vielen Bankautomaten (YAY!) und auch im privaten Bereich. Mehr als 10% aller Desktop-Computer laufen noch mit dem Betriebssystem. Wer um das Jahr 2000 geboren ist, darf bald sein erstes legales Bier genießen. Etwas mehr als 15 Jahre ist das alles her – nicht lang möchte man meinen und doch eine Ewigkeit für die Tech-Branche. Ich habe mir die Archive von einigen Magazinen im Internet näher angeschaut und bin dabei auf erstaunliche, skurrile und auch witzige Dinge gestoßen. Begleite mich auf einer kleinen Reise in die Vergangenheit.

Das Web vor circa 15 Jahren

Ähnlich wie die Abrechnung beim Telefonieren wurde die Nutzung des Internets von den Providern gehandhabt und die Telefonleitung auch genutzt, um eine Verbindung in das World Wide Web herzustellen. Unvorstellbar, wenn man überlegt, dass heute gleich mehrere Geräte im Haushalt rund um die Uhr am Netz hängen und fröhlich Daten durch den Ether schicken. Telekom, AOL und andere Anbieter rechneten neben den anfallenden Telefongebühren zusätzlich die Nutzung des Internets nach Minuten ab. Ein smarter Kühlschrank? Schweineteuer! Zur Jahrtausendwende gab es in den großen Städten Deutschlands dann auch DSL und die ersten Flatrates ab dem Jahr 2000 kosteten 49 DM. Der nun günstige Preis löste einen wahren Ansturm auf die Telekom und später auch andere Anbieter aus. Wenn man bedenkt, dass 50-100 Surfstunden vorher gut und gerne mal 100-300 DM gekostet haben, sieht man deutlich, dass der Zugang zum Web auf ein Mal erschwinglich geworden ist.

Internet für 0,5Pf/Min
„Nah an der Flatrate“ – im Jahr 2000 gab es noch viele Kunden, die minütlich für den Zugang zum Internet bezahlt haben. | Screenshot/Quelle: chip.de

 

Veränderungen und viele Ideen, die gar nicht mal so neu sind

Seit dem Jahr 2000 hat sich fast alles geändert. Alte Artikel aus diversen Archiven verdeutlichen wunderbar, wie rasant sich die Art und Weise wie wir kommunizieren, konsumieren und unseren Alltag leben weiterentwickelt hat. Eine Idee, die quasi so alt wie das Internet in privaten Haushalten ist, ist die Vorstellung von Unternehmen, Dienstleistungen und Produkte kostenlos anzubieten und das komplette Angebot über Werbung zu finanzieren. Angefangen bei dem Free-PC entwickelten sich diese Ideen im Laufe der Zeit weiter. Mittlerweile ist der Großteil des Unterhaltungsprogramms im Internet kostenlos abrufbar und die Kommunikation über soziale Netzwerke und Messaging-Apps ist auch nicht mehr an laufende Kosten gebunden. Anbieter wie Netzclub stellen gegen Werbung kostenloses Datenvolumen für das mobile Surfen zur Verfügung. Auch Amazon’s Fire Tablet mit Spezialangeboten ist ein Beispiel für die Ideen, die sich bis heute zumindest teilweise durchgesetzt haben.

Doch nun genug Geplapper. Ich habe mal ein paar Screenshots zu den Artikel gemacht, die mich am meisten angesprochen haben.

Vielleicht schaust du dir diesen Artikel in 10 Jahren durch deine Hologram-VR-Smartwatch-Brille an und bist auch begeistert davon, wie schnell sich die Technologie und das Web weiterentwickelt haben.

Mit diesem Tool kannst du selber durch die Internet-Vergangenheit reisen

Es ist viel passiert in den letzten Jahren. Wenn du dir einen eigenen kleinen Überblick über die Vergangenheit des Internets verschaffen willst, kannst du bei archive.org herausfinden, wie Webseiten vor 5, 10 oder 15 Jahren aussahen, welche Inhalte damals aktuell waren und wie grauenvoll hässlich das Web war! :D

archive.org/web

Richard Karsten
Richard Karsten
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Moin! Ich bin Richard, VWL-Student in Halle, Gründer von webdasein und clikr. Ich mag schicke Weboberflächen, Pixel, noch mehr Pixel und SCSS.

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